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Binance stoppt Handel mit Privacy-Coins in Teilen Europas, Verbot auch in Deutschland in Aussicht?

Die weltweit größte Kryptobörse, Binance, plant in mehreren europäischen Ländern den Verzicht auf sogenannte Privacy-Coins in ihrem Angebot. Nutzer aus Frankreich, Italien, Polen und Spanien werden Berichten zufolge bald nicht mehr in der Lage sein, bestimmte Privacy Coins auf der Plattform zu handeln. Über ein mögliches Verbot von Privacy Coins für deutsche Binance-Nutzer ist bisher jedoch noch nichts bekannt.

Laut einer kürzlich versendeten E-Mail an ihre Kunden wird Binance am 26. Juni insgesamt 12 Kryptowährungen aus ihrem Angebot entfernen. Das Unternehmen gibt an, dass diese Entscheidung als Reaktion auf Forderungen von Finanzinstituten und Regulierungsbehörden getroffen wurde. Diese Institutionen verlangen mittlerweile strengere Maßnahmen zur Überwachung von Kryptowährungen, um Aktivitäten wie Geldwäsche, Steuerhinterziehung oder Terrorismusfinanzierung zu bekämpfen.

Ein Sprecher von Binance erklärte gegenüber Cointelegraph: “Als Teil unserer fortlaufenden Compliance-Prozesse haben wir die betroffenen Nutzer informiert, dass sie ab dem 26. Juni Privacy Tokens nicht mehr auf unserer Plattform kaufen oder handeln können.”

Privacy Coins sind Kryptotoken, die eine hohe Anonymität bei Finanztransaktionen bieten. Gerade im Bereich DeFi sind sie sehr beliebt. Es ist schwierig, wenn nicht unmöglich, die Zahlungsströme nachzuverfolgen oder Wallet-Besitzer zu identifizieren, was für Strafverfolgungsbehörden eine Herausforderung darstellt. Diese Behörden sind bestrebt, Produkte mit hoher Anonymität vom Markt zu verbannen.

Es bleibt abzuwarten, wann ein solches Verbot auch in Deutschland umgesetzt wird. Binance hat diesbezüglich keine expliziten Informationen bekannt gegeben. Die Entwicklung in anderen europäischen Ländern könnte jedoch darauf hindeuten, dass auch in Deutschland ähnliche Maßnahmen ergriffen werden könnten.

Die Entscheidung von Binance, den Handel mit Privacy-Coins einzuschränken, wirft Fragen hinsichtlich der Zukunft von Kryptowährungen und der Regulierung des Kryptomarkts auf. Einerseits sind Datenschutz und Anonymität wichtige Aspekte für viele Krypto-Enthusiasten, andererseits besteht auch das berechtigte Interesse, illegale Aktivitäten zu bekämpfen und die Integrität des Finanzsystems zu wahren.

Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Entwicklung weiterentwickelt und ob andere Kryptobörsen ähnliche Maßnahmen ergreifen werden. Die Entscheidungen von Binance könnten einen Präzedenzfall für weitere regulatorische Eingriffe im Kryptobereich darstellen.

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