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Ehepaar bekennt sich schuldig: Hintergründe des bahnbrechenden Krypto-Hacks von 2016

Kürzlich machte ein spektakulärer Kryptobetrugsfall aus dem Jahr 2016 erneut Schlagzeilen. Die Drahtzieher hinter dem gewaltigen Hack, bei dem damals etwa 120.000 BTC im Gesamtwert von über 4 Milliarden Euro von der Kryptobörse Bitfinex gestohlen wurden, haben sich vor Gericht schuldig bekannt.

Das beschuldigte Ehepaar, Ilya Lichtenstein und Heather Morgan, gestand vor kurzem, hinter diesem verheerenden Hack zu stecken. Trotz ihres Geständnisses droht ihnen nun eine lange Haftstrafe. Interessant ist hierbei, wie dieser massive Betrug vonstattenging.

Der Hack wurde durch fortgeschrittene Hacking-Tools und Techniken ermöglicht, die der Angeklagte Lichtenstein einsetzte, um Zugang zum Netzwerk von Bitfinex zu erlangen. Anschließend führte er über 2.000 Transaktionen durch, bei denen insgesamt 119.754 Bitcoin auf eine von ihm kontrollierte Krypto-Wallet übertragen wurden.

Obwohl die Blockchain und Bitcoin nicht anonym sind, versuchte Lichtenstein, seine Spuren zu verwischen. Hierbei kommen Krypto Mixer ins Spiel, die die Nachverfolgung von Transaktionen erschweren. Ironischerweise wurden die Ermittler auf die Tatverdächtigen aufmerksam, nachdem diese Krypto Mixer verwendet hatten.

Chainalysis, ein Blockchain-Analyseunternehmen, das an den Untersuchungen beteiligt war, betonte, wie wichtig Blockchain-Analyse in Verbindung mit traditionellen Ermittlungsmethoden ist, um Kryptobetrug aufzudecken, Täter zu überführen und gestohlene Gelder zu beschlagnahmen.

Heather Morgan, auch als Rapperin “Razzlekhan” bekannt, versuchte das gestohlene Geld weiterzuwaschen. Durch scheinbare normale Geschäfte wie Goldkauf oder Immobilieninvestitionen wurden die gestohlenen Gelder verschleiert. Doch die Ermittler konnten diese Spuren zurückverfolgen, was letztendlich zur Identifizierung der Tatverdächtigen führte.

Ilya Lichtenstein hat sich der Verschwörung zur Geldwäsche schuldig bekannt und drohen bis zu 20 Jahre Haft. Heather Morgan gestand die Geldwäscheverschwörung, was eine Höchststrafe von bis zu fünf Jahren Gefängnis zur Folge haben kann.

Diese Geschichte zeigt einmal mehr, wie die Blockchain-Technologie Transparenz bietet, selbst Jahre nach einem Verbrechen. Es verdeutlicht, dass Transaktionen in der Blockchain nachvollziehbar sind. Die Lehre daraus ist klar: Die Blockchain vergisst nicht.

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